Die Katamaranbauweise ist Basis für experimentelle Ruderbootkonzepte auf der ganzen Welt. Beispielhaft für den Entwurf ist das Referenzbild eines routinierten Ruderers in einem modernen Sportruderboot, der ruhig, aber kraftvoll über das Wasser gleitet. Die beiden Rümpfe sind soweit zueinander positioniert, dass das Boot ausreichend kippstabil ist und dennoch ein geschlossener Charakter erhalten bleibt. Unter Abwägung der verschiedenen praktisch-technischen Aspekte wie Rumpfform, Rumpfbenetzung, Wasserlinienlänge und Gewicht, die die Endgeschwindigkeit eines Bootes bestimmen, ist dieser neue Bootstyp entstanden. Die asymmetrisch gestalteten Rümpfe führten zu einer deutlichen Reduzierung der Bugwellenbildung zwischen den beiden Rümpfen. Das laminare Strömungsverhalten führt zu extrem hohen Geradeauslaufeigenschaften des Doppelrumpfbootes. Der Entwurfsprozess fand vorwiegend mit Hilfe der CAD – Programme Alias und Rhino statt. Es wurden parallel verschiedene Rumpfformen entwickelt, die im Strömungskanal getestet wurden. Rümpfe und der Ausleger wurden auf der CNC – 5 – Achs-Fräse aus Styropor 1:1 gefräst.
Sportruderboot in Katamaranbauweise
Ein Projekt an der HfG Offenbach am Main