Die Theoriarbeit gliedert sich ein 3 Teile die aufeinander aufbauen:

1. Modellvorstellungen des Mikro- und Makrokosmos


Im ersten Teil dieser Arbeit wurde die Darstellung des unsichtbaren Mikro- und Makrokosmos in einem historischen Rückblick betrachtet. Es sollte aufgezeigt werden, wie sich im wissenschaftlichen Kontext mit Hilfe geometrisch räumlicher Überlegungen und später durch die Technik von Instrumenten, eine visuelle Kultur von Modellvorstellungen des Unsichtbaren etabliert hat. Dabei ist hier anhand der Bilder schon deutlich zu sehen, dass gestalterische Fragen, wie man zum Beispiel Moleküle oder Atome in anschaulichen Modellen darstellt, eine Rolle spielen.

2. Zwischen Kunst und Wissenschaft


Der zweite Teil sollte zeigen, wie diese wissenschaftlichen Modellvorstellungen in Wechselwirkung zu Kunst Architektur und Design treten. Diese Modellvorstellungen treten in gestalterischen Kontexten wieder auf, wo sie bewusst oder unbewusst als Konstruktionsprinzip verwendet werden oder als aussagekräftiges Zeichen wie zum Beispiel das Atomium dienen. Die reizvolle formale Ästhetik von molekularen Modellen findet man in vielen Designobjekten. Auch werden sie, wie bei dem Audi Werbeplakat als Zeichen für technologischen Fortschritt oder des Corporate Design von Unternehmen verwendet. Wissenschaftliche Erkenntnisse über den Mikrokosmos beeinflussen Designvisionen von zukünftigen Lebenszenarien.


3. Nanotechnologie als Beispiel


Im letzten Teil dieser Arbeit wurde versucht, am aktuellen Beispiel der Nanotechnologie, die Darstellung des Unsichtbaren zu untersuchen. Zusammenfassend kann man sagen, daß die Darstellung der Nanotechnologie in der Öffentlichkeit ein noch sehr junges Feld ist. An den Bildern ist zu erkennen, daß sich hier noch keine einheitliche visuelle Sprache für die Phänomene auf der Nanometerskala entwickelt hat. Es wird versucht, mit Analogien aus der uns bekannten mechanischen Welt diese Phänomene darzustellen. Da es in der Nanotechnologie möglich geworden ist, Materie auf atomarer Ebene zu manipulieren, geben die Darstellungen der Öffentlichkeit ein Bild der Nanotechnologie, was oft von Visionen geprägt ist, die Sience Fictionartige Züge haben. Zum Schluß werden die Potentiale der Nanotechnologie für Designer erörtert: Einerseits geht es darum, einer breiten Öffentlichkeit die komplexen, nicht wahrnehmbaren Zusammenhänge aus diesem Bereich zu vermitteln. Dabei kann eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Design die Schnittstelle zur Öffentlichkeit gestalten.Andererseits geht es um konkrete Anwendungen der aus diesem Bereich entstandenen Materialien für die Gestaltung neuer Produkte. Da die Nanotechnologie in Zukunft immer größere Möglichkeiten bietet ganz neue Materialien von Grund auf (Bottom up) zu erschaffen, ist es denkbar, ästhetische Eigenschaften von Oberflächen auch ganz individuell anzupassen.
Diplomarbeit: theoretischer Teil Zusammenfassung